Oh Du Fröhliche …

Wie in jedem Jahr nehme ich die Adventszeit zum Anlass, Freunde, Verwandte und Bekannte zu einem Glögg und köstlichen, selbstgebackenen Kaneel-Bullar einzuladen – dieses Mal am zweiten Adventwochenende in meinen nunmehr vorzeigbaren Räumlichkeiten in der Speicherstadt. Offensichtlch waren Neugierde und Appetit besonders groß, denn zu meiner großen Freude hat sich niemand das Happening entgehen lassen.

Ein besonderes Highlight des Nachmittags war vermutlich der Blüthner-Flügel, der seit jüngstem meinen Showroom ziert und künftig zum Einsatz wird, wenn ausgewählte Künstler kleine Konzerte für Freunde der sog. Tonkunst geben. Abends, wenn niemand mehr in der Werkstatt werkelt.

Was lange währt …

Mein guter Freund Volker hat mich im März besucht und mir prophezeit, ich bräuchte sicher 6 Monate, bis alles so sei, wie ich mir das vorstellte. Ich wollte ihm natürlich nicht glauben, aber er wird vermutlich recht behalten.
Die Werkstatt ist im wesentlichen eingerichtet, im Showroom bleibt indes noch einiges zu tun. Immerhin steht die Teeküche, wie man sieht. Der Rest kommt dann auch noch …

Windige Angelegenheit

Wer die Speicherstadt kennt, kennt auch die unverwechsel- baren Kranwinden, die vor den Luken baumeln. Heute wie damals sind die Kranwinden die einzige Möglichkeit, um Kaffeesäcke, Teppiche oder -wie in meinem Fall- Holz und Möbel auf den Böden einzulagern oder von dort aus auszuliefern. Kein ganz einfaches Unterfangen, das Zeit und Muße erfordert. Gleichzeitig aber auch wieder eine wunderbare Art, Dinge etwas anders zu machen als der Mainstream. Und wer kann schon von sich behaupten, dass sein Lieblingsmöbel nicht nur exklusiv handgefertigt, sondern zudem noch auf traditionellen Wegen aus der Speicherstadt geliefert wurde?!

Angekommen

Wer hätte das gedacht – nach monatelanger Suche nach einer größeren Fläche für Atelier und Showroom bin ich endlich fündig geworden. Natürlich ist es etwas völlig Anderes geworden als gedacht, aber als ich den 3. Boden im Brook das erste Mal betrat, war mir sofort klar: Hier und nirgendwo anders ist der Ort, an dem ich meine Arbeiten entwerfen, bauen und einem ausgewählten Publikum zeigen möchte.

Es wird sicher etwas Zeit brauchen, bis alles eingerichtet ist, aber schon jetzt geniesse ich den Blick auf die Speicherstadt und die Hafencity, wenn die Luken geöffnet sind.

Wie soll das erst im Sommer werden? Ich werde berichten …

Frische Beute aus der Speicherstadt

Es ist immer gut mit Leuten zu reden – und Leuten zuzuhören. So erfährt man mit der Zeit von interessanten Dingen. Etwa von Holz, das eigentlich nicht mehr gebraucht wird, für mich und mein Möbeldesign aber von unschätzbarem Wert ist. Auf diese Weise hat jetzt auch eine Partie massiver Bodenplanken aus der Hamburger Speicherstadt zu mir gefunden. Unglaublich, aber wahr: Sechs Meter lang, geschätzte 130 Jahre alt, 40mm stark und 24cm breit, natürlich mit fetter Nut und Feder.

Freue mich wie ein kleiner Junge. Mal sehen, was sich Schönes draus machen läßt.

Hölzer mit Vergangenheit

Holz war schon immer das Material meiner Wahl – Holz ist vielseitig, warm, weich und schön – und hat, wenn es schon älter ist, meistens eine interessante Geschichte zu erzählen. Deshalb interessieren mich vor allem Hölzer mit Vergangenheit: Geschundene Baugerüstbohlen, vom Wetter gegerbtes Stegholz, ausgetretene Dielenbretter oder auch Fachwerkbalken aus verfallenen Katen.

Es muss sich keineswegs um besonders hochwertiges Holz im engeren Sinne handeln. Wichtig ist eigentlich nur, was sich aus dem Material machen läßt. Mein erklärtes Ziel dabei: Dem jeweiligen Holz neues Leben einhauchen und dabei gestalterisch mit seiner Herkunft spielen.  Ob und wie das gelingt, bleibt jedesmal aufs Neue eine spannende Herausforderung.

Arbeiten wie früher

midcentury-tisch-detailGerade bei Möbelstücken, die scheinbar etwas rauher und einfacher daher kommen, lohnt ein Blick auf die Holzverbindungen, um ein Gefühl für ihre Verarbeitungs-qualität zu bekommen. Bei sichtbaren Verbindungen lege ich großen Wert auf Ehrlichkeit: Keine Schrauben, keine Flachdübel, keine Rampa-Muffen. Das gesamte Untergestell erhält seine Stabilität ausschliesslich dadurch, dass Zarge und Beine doppelt überblattet, mit einem Rundholz gezapft und dann verleimt wurden. Früher sehr üblich – und auch heute noch super schön.
Beachhouse Möbel aus Stegholz von der Insel

Fotoshoot auf Sylt

Die Anreise war mühselig – gleich in mehreren Bundesländern hatten die Schulferien begonnen und auf der Insel herrschten Bettenwechsel und Chaos … Dennoch: Am Sonntag morgen konnten wir bei strahlendem Wetter unsere Aufnahmen machen. Auf der Wattseite im beschaulichen Keitum, fernab vom Trubel der frisch angekommenen Urlauber. Schnell hatten wir die wichtigsten Motive im Kasten, so dass der Rest des Tages gechillt am Weststrand verbracht werden konnte.

Was heißt hier Mashup?

In der Musikszene versteht man unter einem Mashup das Verschmelzen oder Vermischen von zwei bekannten Musikstücken (engl.: to mash up). So entstehen neue, reizvolle Kompositionen, die ganz bewusst mit den stilprägenden Elementen der Originaltitel spielen. Mit JANSSON Mashup Design greife diesen Ansatz auf und kombiniere in meinen Möbelentwürfen die Rauheit von Stegholz oder anderer Hölzer mit Geschichte mit den typischen Stilelementen der 50er- und 60er-Jahre. Jedes Möbel ist ein handgefertigtes Einzelstück und hat damit stets einen prototypischen Charakter.

Das Ergebnis: Möbel mit eigener Handschrift und hohem Wiedererkennungswert. Egal, ob Tische, Bänke, Sideboards oder Wohnaccessoires – immer handelt es sich um echte Hingucker, die ihre Wurzeln im Upcycling haben und sich an Designklassikern des letzten Jahrhunderts orientieren.

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